• one of a kind

    OEDING-ERDEL

    Als einer unserer langjährigen Steinlieferanten während eines Termins plötzlich ein Kuvert hervorzauberte, ahnten wir schon, dass uns etwas Besonderes erwartete. Zum Vorschein kamen drei Turmaline von herausragender Qualität, die in all den Jahrzehnten, seit sie in einer Mine in Namibia abgebaut worden waren, niemals zum Verkauf gestanden hatten. Erworben hatte sie in den 50er-Jahren sein Vater, der Oeding-Erdel ebenfalls schon mit Steinen von ausgesuchter Qualität beliefert hat. Das ist übrigens ganz typisch für die Geschäftsbeziehungen zu unseren Steinlieferanten. Mit den meisten sind wir in zweiter oder dritter Generation verbunden.

  • Häufig haben besonders seltene und wertvolle Steine eine faszinierende Geschichte.
    Oft beginnen diese am anderen Ende der Welt, bevor einer unserer Steinhändler
    uns diese Besonderheiten zeigt. Einige davon nehmen wir mit nach Hause,
    fertigen ein One of a kind daraus und schreiben so ihre Geschichte fort.

  • Die drei Turmaline wechselten an einem Sonntag ihren Besitzer. Das ist deshalb erzählenswert, weil dieser Wochentag der Grund dafür war, dass ein Steinschleifer in Idar-Oberstein einen Minenbesitzer aus Namibia nicht empfing, der diese besonderen Steine im Gepäck hatte. Damals dauerte eine solche Reise von Afrika nach Europa viele Tage. Stattdessen empfing der uns langjährig vertraute Steinhändler den afrikanischen Lieferanten, und so kamen die Steine in den Besitz der Familie, mit der wir seit vielen Jahren zusammenarbeiten. Wir sind dem Zauber dieser Steine erlegen und haben ein wunderschönes Schmuckensemble aus Ohrschmuck und Ring daraus gefertigt.

    Zuletzt ist uns das mit einem Set von Santa-Maria-Aquamarinen passiert, die aus einer Immer wieder begegnen uns solche Geschichten. Ein Spinell beispielsweise, den wir dieses Jahr in Basel erwerben konnten, hat seine Existenz als Schmuckstein der Ungeduld eines Minenbesitzers in Afrika zu verdanken, der mit einem Hammer einen rohen Steinblock zerschlug, nachdem er vergeblich versucht hatte, die Schätze im Inneren des Blocks zu erkennen. Vor ihm lag nach diesem beherzten Schlag eine Gruppe roter Spinelle von sehr hoher Reinheit. Einer unserer Steinlieferanten erfuhr von dem Sensationsfund und kaufte die komplette Partie.

  • Während wir die Spinelle begutachteten, zückte Ulrich Böckenfeld, bei uns zuständig für die Schmuckgestaltung, augenblicklich seinen Skizzenblock und zeichnete erste Entwürfe. So wie er es immer tut, wenn uns ein Stein besonders fesselt. Oft wissen wir schon während dieser Termine, ob ein Stein seinen Platz in einem Ring oder in einem Collier findet.

    Wir wiegen die Steine in der Hand, polieren sie, platzieren sie auf dem Handrücken und halten sie gegen das Licht – Steinkauf ist eine extrem sinnliche und auch aufregende Angelegenheit. Bei einer Partie Rubine lehnten wir schweren Herzens ab, bei einem Saphir, den wir schon länger mögen, kamen wir zu spät. Dafür entdeckten wir ganz wunderbare Mondsteine, in genau den Farbnuancen, die wir uns vorgestellt hatten. So ist es immer in Basel: inspirierend, leidenschaftlich und einfach nie genau planbar.

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  • Ihr Ansprechpartner:

    Ulrich O. Böckenfeld
    Schmuckdesigner

    T 0251 - 590530

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